Meine ungewöhnlichste Herausforderung bestand darin, eine Rekordproduktion von Conilon zu managen, während die Absatzzahlen der Bäuerinnen und Bauern auf einem historisch niedrigen Niveau blieben. Auf dem Papier gab es zwar ein reiches Angebot, in Wirklichkeit aber waren die Warenströme gedrosselt. Dies führte zu einer Diskrepanz zwischen erwarteten strukturellen Überschüssen und der tatsächlichen Liquidität. Die Lösung bestand darin, sich nicht auf eine bestimmte Menge zu versteifen, sondern sein Verhalten anzupassen und auf kurzfristige Opportunitäten zu setzen, das Risiko bei künftigen Einkäufen zu minimieren und sich selektiv im Hinblick auf den zu erwartenden Druck durch Überangebote zu positionieren. Es galt, der Versuchung zu widerstehen, in Zeiten hoher Volatilität übermäßige Risiken einzugehen, und stattdessen einer disziplinierten Umsetzung Vorrang einzuräumen, um Chancen zu nutzen und Risiken zu begrenzen.